Abenteuer Australien

Monatsrückblick Australien #3

#sharehousestories
Seit Beginn diesen Monats haben wir neue Mitbewohner bei uns im Sharehouse. A ist quasi nur auf der Durchreise und zieht Anfang Januar schon wieder aus. Er ist Brite, aber bereist momentan ein wenig die Welt und genießt einfach sein Leben in Cairns. Kann man mal machen! Der Surferboy, der ebenfalls neu eingezogen ist, ist eigentlich Tauchlehrer und wenn wir ihn mal zu Gesicht bekommen, chillt er mit seinen Freunden auf unserer Terasse. Die Dritte in der Runde hat einen wahnsinnigen Sauberkeitsfimmel. An dem Tag, andem sie eingezogen ist, hat sie erstmal unsere komplette Etage gründlich geputzt. Und wenn ich sage gründlich, dann meine ich auch gründlich. Sie hat sogar alle Schränke ausgewischt und den Gefrierschrank sortiert. Leider hat sie oft echt schlechte Laune und beschwert sich über fast alles, was in ihrem Leben momentan passiert, sobald wir uns im selben Raum mit ihr befinden. Das kann manchmal echt anstrengend sein!

Besondere Freu(n)de
Ich habe mich diesen Monat besonders über ein Paket aus Deutschland gefreut. Eine liebe Freundin hat mir nämlich ein Paket voller deutscher Süßigkeiten (vor allem Schokolade♥) geschickt, u.a. auch mit einem 500g Nutellaglas! Doch nicht die Süßigkeiten allein‘ haben mir so viele Glückshormone entlockt, sondern vor allem diese liebe Geste. Es ist einfach so schön, wenn du weißt, dass es da jemanden gibt, der dir selbst dann, wenn du tausende Kilometer entfernt bist, eine Freude machen will und an dich denkt.
Außerdem habe auch ich meinen Freunden und meiner Familie eine Freude machen wollen und habe Weihnachtskarten und sogar ein kleines Weihnachtspaket auf die Reise geschickt.

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Aufreger des Monats
Plastiktüten! Es gibt sie überall – und zwar in Massen! Und das nicht nur, wenn man sich eine neue Hose kauft, sondern im Supermarkt. Die Verkäufer sind dabei auch nicht grade sparsam und packen die Tüte auch immer nur bis maximal zur Hälfte voll. Das ganze sieht dann in etwa so aus: zwei Wasserflaschen in die erste Tüte, drei Äpfel, vier Birnen, fünf Bananen in die zweite Tüte, und so weiter. Vor einigen Tagen stand ein Mann vor mir an der Kasse, der im Wert von $1100 eingekauft hat. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil fast alle Gastronomen bei Coles oder Woolworth einkaufen. Das Schlimme war einfach, dass er und seine beiden Miteinkaufenden pro Einkaufswagen am Ende mindestens zwölf Plastiktüten hatten. Das macht bei drei Wagen: 36 Tüten! Das muss man sich mal überlegen! Vor allem, weil die das ganze Zeug am Ende sowieso nur in ihr Auto räumen. Es ist einfach so widersprüchlich hier! Auf der einen Seite wirst du beglückwünscht, weil du eine Plastikflasche aus recyceltem Material gekauft hast und damit etwas zum Schutz der Ozeane beiträgst. Ein paar Meter weiter bekommst du dann aber die Plastiktüten hinterher geschmissen.

‚The Boulders‘, ‚Josephine Falls‘ & Port Douglas
Diesen Monat haben wir uns zweimal ein Auto gemietet, um die Gegend rund um Cairns noch ein wenig besser kennenzulernen. Wir waren bei den „Babinda Boulders“, einer großen Steinformation, in der der Legende nach eine junge Frau, Oolana, ums Leben gekommen sei‘. Wenn ich es richtig verstanden habe, lebte sie in einem Stamm und sollte einen der Ältesten heiraten. Sie entschied sich jedoch den gutaussehenden Dyga, der bis dahin in einem anderen Stamm lebte und brannte mit ihm durch. An dem Ort, wo die Babina Boulders entstanden sind, sollen die beiden Stämme laut der Legende aufeinander getroffen sein und von ihren ehemaligen Mitgliedern gefordert haben, zu ihnen zurückzukehren. Daraufhin warf Oolana sich in die Fluten des Flusses und rief ihrem Liebhaber zu zu ihr zu kommen, damit sie für immer vereint sein können. Dyga war jedoch mit seinem Stamm verschwunden. Und so heißt es, dass Oolanas Geist bis heute in den Babinda Boulders darauf wartet, dass ihr Liebster zurückkehrt. Daher (und weil es einfach eine wahnsinnig gefährliche Stelle ist) ist es auch verboten an diesem Ort der Steinformation zu baden. Das konnte man dafür in einem kleinen See, nur wenige Meter Fußweg entfernt, tun – was wir auch getan haben. Im Anschluss waren wir dann noch bei den Josephine Falls. Die Natur hat dort für uns (und die vielen anderen Menschen, die an diesem Tag dort waren) eine kleine Rutsche errichtet. Wir konnten uns oben auf den steilen Fels setzen und einfach so runterrutschen. Dabei musste man aber wirklich aufpassen, dass man in der richtigen Bahn bleibt. Ansonsten konnte das schnell gefährlich werden.

An einem anderen Tag fuhren wir mit dem Auto in Richtung Port Douglas. Basti wollte unbedingt auf eine Krokodilfarm und diesen Wunsch konnte ich ihm natürlich nicht abschlagen. Es ist einfach wahnsinnig faszinierend wie groß diese Tiere werden können! Außerdem gab es dem Park auch noch andere Tiere wie Koalas, Kängurus und viele verschiedene Vogel- und Reptilienarten.

#workworkwork
Auf der Arbeit läuft soweit alles super bei mir. In meinem Team in der Bar fühle ich mich mitlerweile richtig wohl. Wir hatten dort sogar zwei kleine Weihnachtsfeiern – und es wurde wie es sich für eine gute Weihnachtsfeier gehört sogar gewichtelt (hier heißt das „Secret Santa“)! Diesen Monat hatte ich dann auch endlich meinen ersten richtigen Arbeitstag bei kikki.K. Obwohl Tag vielleicht auch zu viel gesagt ist. Denn ich habe diesen Monat ca. acht Stunden gearbeitet. Das liegt daran, dass für unsere kleine Filiale vier (!) Weihnachtsaushilfen eingestellt wurden und wir uns die zusätzlich zur Verfügung gestellten Stunden nun quasi „teilen“ müssen.  Ich bin mehr als froh, dass ich mich nicht nur auf diesen Job als Einnahmequelle verlassen, sondern mich zu dem Zeitpunkt auch bei der Bar beworben hatte. Ansonsten würde auf meinem Konto wohl gähnende Leere herrschen.

Gedankenfetzen
In diesem Monat habe ich mir sehr viele Gedanken um die Zeit nach unserer Reise gemacht. Ja, für einige mag das vielleicht ein wenig früh erscheinen. Ich bin allerdings ein Mensch, der sehr gerne einen Plan hat und auf die nächsten Schritte vorbereitet ist. Diese Eigenschaft konnte ich in Australien bisher noch nicht wirklich ablegen. Auch, wenn ich es manchmal gerne würde. Zu unseren Plänen für die ferne Zukunft werde ich aber erst etwas sagen, wenn die wichtigsten Punkte geklärt sind.
Außerdem habe ich sehr viel an meine Familie und Freunde in Deutschland gedacht. Manchmal fühlt es sich gar nicht so an als wären sie weit weg. Im nächsten Moment scheint die räumliche Distanz zwischen uns aber riesig zu sein. Spätestens als ich in einem schwachen Moment nach einem Flug für ein Reise in die Heimat über die Weihnachtstage geschaut habe, wurde mir das wieder bewusst. Ich hoffe, dass das große Vermissen ab Januar etwas besser wird. Schließlich sind die Feiertage dann vorbei – und wir können sagen: Wir sehen uns noch in diesem Jahr wieder.

Pläne schmieden
Es ist beschlossen: wir werden sehr wahrscheinlich nur noch sechs Wochen in Cairns bleiben. Mitte Februar wollen wir dann nämlich zu unserem ersten richtigen und dann noch gleich wahnsinnig langen Roadtrip aufbrechen. Wir wollen von hier, zum Ayers Rock und dann die gesamte Westküste bereisen. Wenn es das Geld zulässt, wollen wir es sogar bis nach Melbourne schaffen, um dort dann wieder für einige Wochen zu arbeiten. Unsere genauen Pläne werde ich euch dann auch hier auf dem Blog vorstellen. Dazu müssen wir uns jetzt aber erstmal mit unseren Travelmates zusammensetzen und besprechen, welche Route wir fahren und was wir alles sehen wollen. Es bleibt also spannend!

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