Abenteuer Australien

XXL-Roadtrip-Tagebuch, Teil 1 | von Cairns nach Alice Springs

Hallo meine Lieben!

Nachdem es hier ja Travel-bedingt sehr ruhig war in den letzten zwei Monaten, kommt jetzt hier für euch Teil 1 von mehreren seeehr umfangreichen Blogposts über unsere zweimonatige Reise durch Australien. Die Beiträge werden eine Mischung aus langen Texten, kurzen Stichworten & Diashows und ich hoffe einfach, dass ich euch damit einen kleinen Einblick in unsere Reise und die Schönheit dieses Landes geben kann. Viel Spaß!

Start: Sonntag, 26.02.17
Cairns – Townsville
Es gestaltete sich gar nicht mal so leicht all‘ unsere Sachen ins  Auto zu bekommen. Schließlich hatten wir vier große Rucksäcke, kleinere Taschen, eine große Matratze, ein Zelt, Schlafsäcke, Bettwäche und jede Menge Campingzeug zu verstauen. Basti übernahm die Aufgabe des „Packbeauftragten“ und spricht sich mit den Worten „In ein paar Tagen dauert das nur noch 10 Minuten“ immer wieder selbst Mut zu. Er sollte tatsächlich Recht behalten – auch, wenn es eher 2-3 Wochen waren bis das ganze Zusammenpacken eingespielt war.
Und ja, dann ging es endlich los. Allerdings hielten wir noch für einen kurzen Zwischenstop im „Shangri-la Hotel“ an, um uns beim leckeren Frühstücksbuffett nochmal so richtig die Bäuche voll zu schlagen.
Wie wir da so auf dieser schönen Terasse saßen, uns Croissants & Rührei schmecken ließen und ich meinen Blick über den Hafen schweifen ließ, wurde mir auf einmal so richtig bewusst, wie wunderschön Cairns doch sein kann und was für eine hohe Lebensqualität wir hier in den letzten fünf Monaten hatten.
Keiner von uns Vieren konnte vor Essen in seinem Bauch noch richtig laufen als wir uns schließlich auf den Weg zum Auto und somit auf den Beginn unserer großen Reise machten.
geschlafen: „Saunders Beach“, freier Campingplatz

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Montag, 27.02.17
Townsville – Prairie, QLD
Unser erster reiner Fahrtag. Am Abend erreichen wir das 40-Seelen-Dorf Prairie. Bei campermate hatten wir gesehen, dass es hier einen kostenlosen Ort zum Campen gibt, direkt neben einem Pub. Wir lernen schon ein paar Minuten nach unserer Ankunft den ruhigen, aber durchaus sympatischen Besitzer kennen. Er lädt uns ein, ihm später Gesellschaft zu leisten. Und so sitzen wir an unserem zweiten Abend in einem urigen Pub mitten im Nichts und unterhalten uns mit ihm über sein Leben hier. Unterbrochen werden wir nur, wenn seine zwei kleinen Töchter, die nur ein paar Räume weiter eigentlich schlafen sollten, herein kommen, um den kleinen Mischlingshund durch den Pub zu jagen.
geschlafen: „Prairie Hotel Camping“, freier Campingplatz

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Dienstag, 28.02.17
Prairie – Cloncurry, QLD
Nach einem weiteren Tag im Auto, liegen meine Nerven heute Abend etwas blank. Doch der Grund dafür ist nicht etwa, dass wir acht Stunden im Auto saßen, sondern, dass ich meine erste Begegnung mit einer durchaus tödlichen Spinne machte.
Stellt euch bitte folgende Situation vor: Ihr habt alles aufgebaut und freut euch jetzt noch etwas Warmes zu essen und dann schlafen zu gehen. Grade als ihr euch an einen der Picknicktische setzen wollt, sagt einer eurer Mitfahrer: „Wartet mal, ich check erstmal, ob da nicht irgendwelche Tiere unter dem Tisch sitzen“. Und so war es dann auch. Da sitzt doch dort tatsächlich eine „Redback Spider“ und gönnt sich grade eine Heuschrecke zum Abendbrot.
So viele Gedanken hatten wir uns im Vorfeld gemacht. Über ausreichend Wasservorräte, Benzinkanister und wie viele Mullbinden man braucht, um die Ausbreitung des Gifts nach einem Schlangenbiss zu verlangsamen. Jede Kleinigkeit versuchten wir im Vorfeld zu durchdenken. Und ja klar, ich wusste, was für Tiere es hier in der freien Natur in Australien gibt. Doch das hat mich trotzdem nicht darauf vorbereitet das erste Mal so eine Spinne zu sehen. Da mir diese Tiere sowieso nicht allzu geheuer sind, bekam ich eine kleine Panikattacke. Ich dachte mir nur die ganze Zeit „Worauf hast du dich hier eingelassen?“ und sehnte mich nach den sicheren vier Wänden in Cairns zurück. Tatsächlich verdrückte ich sogar heimlich ein paar Tränen und schlief mit dem Gedanken ein, dass wir unbedingt Panzertape brauchen, um die Moskitonetze „spinnendicht“ zu machen.
geschlafen: Restarea in der Nähe von Cloncurry

Mittwoch, 01.03.17
Cloncurry – Mount Isa – Tennant Creek, NT
Am nächsten Morgen sah die Welt dann aber schon wieder ganz anders aus als ich beim Aufwachen einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten konnte und die ganze Welt einfach nur unglaublich friedlich zu sein schien.
Unsere Route führt uns heute durch die Bergbau-Stadt Mount Isa wo wir ein wenig Zeit verbrachten, um einzukaufen und von einem Aussichtspunkt auf die Stadt und das riesige Bergwerk herunter zu schauen.
Dann ging es weiter zu unserem heutigen Schlafplatz. Zum erstan Mal „gönnten“ wir uns einen kostenpflichtigen Campingplatz. Etwas anderes blieb uns eigentlich auch nicht übrig, wenn wir vor Einbruch der Dunkelheit unser Lager aufgeschlagen haben wollten. Es war schon verrückt. Stundenlang fährt man auf dieser endlosen Straße und dann taucht dort auf einmal aus dem Nichts so ein Areal auf.
Der Campingplatz war sein Geld aber auf jeden Fall wert und hatte einiges zu bieten. Nach dem Aufbau sprangen wir daher auch erstmal in den Pool und die Jungs genossen an der Bar ein paar kühle Bier.
geschlafen: „Barkly homestead“, $12 pP

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Donnerstag, 02.03.17
Tennant Creek – „Tropic of Capricorn“, NT
Nach einigen Stunden auf der Straße erwartet uns wieder Mal ein Rastplatz. Wie sich herausstellte, sollten wir in dieser Nacht die erste unschöne Begegnung mit Aboriginis machen.
Nachdem wir wie immer alles aufgebaut und gegessen hatten, gehen wir wieder einmal früh ins Bett. Auch, wenn es nicht sehr anstrengend klingt, aber so viele Stunden im Auto zu verbringen, schlaucht tatsächlich ganz schön.
Ich selbst habe von dem Vorfeld nicht allzu viel mitbekommen, da ich doch einen recht festen Schlaf habe. Am nächsten Morgen berichteten Basti, Lisa & Adrian mir jedoch, dass am Abend noch eine Gruppe von 10 Aboriginis auf den Rastplatz gekommen waren und lauthals rumpöbelten. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass das so mitten im Nichts ziemlich beängstigend sein kann. Glücklicherweise sollte dies die erste und letzte Begegnung dieser Art auf unserem Roadtrip bleiben.
geschlafen: Restarea „Tropic of Capricorn“

Das war’s mit Teil 1 meines Roadtrip-Tagesbuchs. Was wir alles im „roten Zentrum“ rund um den Ayers Rock und auf unserem Weg nach Darwin erlebt haben, erfahrt ihr dann im nächsten Teil.

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